
AIRY
Pflanzen im Büro, die niemand jeden Tag gießen muss. Aus Hamburg.
Warum wir AIRY ins Programm genommen haben
Begrünung scheitert im Büro selten am Willen, sondern an der Pflege. Die Pflanze im Besprechungsraum vertrocknet, weil niemand merkt, dass sie Wasser bräuchte; die im Foyer ertrinkt, weil sich zwei Leute zuständig fühlten. Nach einem halben Jahr sind die Töpfe leer oder der Dienstleister kommt monatlich und stellt eine Rechnung.
AIRY setzt genau dort an: ein Wasserreservoir mit einem Wasserstandsanzeiger, der genau anzeigt, ob und wann gegossen werden muss.
Die Pflanze sitzt mit ihrem Erdballen in einem mineralischen Substrat, das sie beim Wachsen bestmöglich unterstützt, und der Innentopf belüftet die Wurzeln - dabei werden Staub und Schadstoffe aus der vorbeistreichenden Luft im Substrat und im Wurzelbereich gebunden.
Der Unterschied ist nicht das Gießintervall allein - es sind etwa zwei bis drei Wochen -, sondern dass von außen ablesbar ist, ob überhaupt gegossen werden muss. Niemand muss mehr raten. Das ist der Grund, aus dem wir die Marke führen. Nicht die Luftreinigung; warum, steht weiter unten.
Wie das System arbeitet

Was das System leistet - und was nicht
AIRY wirbt mit Luftreinigung und verweist dabei auf eine NASA-Untersuchung aus den 1980er-Jahren. Diese Studie gibt es, und die beschriebene biologische Wirkung ist real: Mikroorganismen im Wurzelbereich bauen flüchtige organische Verbindungen tatsächlich ab, und das Mineralsubstrat filtert Pollen und Staub.
Für die Praxis muss man den Maßstab dazusagen. Die damaligen Versuche liefen in geschlossenen Kammern von unter einem Kubikmeter. Eine Übersichtsarbeit von Cummings und Waring (2019, Journal of Exposure Science & Environmental Epidemiology), die zwölf Studien aus 30 Jahren zusammengefasst hat, kommt zu dem Ergebnis: Der Luftaustausch eines normal belüfteten Raums verdünnt diese Stoffe um Größenordnungen schneller, als Topfpflanzen sie aufnehmen. Auf ein Büro übertragen wären für einen messbaren Beitrag unrealistisch viele Pflanzen je Quadratmeter nötig. Gegenüber einer konventionell getopften Pflanze leistet ein AIRY System hier mehr, weil die Luft aktiv am Substrat und am Wurzelwerk entlanggeführt wird statt nur an den Blättern.
Unsere Empfehlung ist deshalb klar: Wer eine belastete Raumluft technisch in den Griff bekommen muss - Formaldehyd nach einem Umbau, Lösemittel aus einer Produktion -, braucht Lüftung oder ein Filtergerät mit Gebläse, kein Pflanzsystem. Wer sein Büro begrünen will, ohne einen Pflegedienst zu beauftragen, ist bei AIRY richtig. Beides sind gute Gründe, etwas zu tun - und beides ergänzt sich gut.
Denn neben der Begrünung und der Schadstoffreduktion spricht ein dritter Punkt für Pflanzen im Büro: die Luftfeuchtigkeit. Gerade bei langer Bildschirmarbeit ist es angenehm, wenn die Augen nicht zusätzlich durch trockene Raumluft belastet werden. In besonders trockenen Räumen muss dafür entsprechend häufiger nachgefüllt werden.
Wir sagen Ihnen das lieber vorher, als dass Sie es nach der Rechnung selbst herausfinden.
Sie sind sich unsicher oder haben Fragen - dann sind wir gerne für Sie da!

Was Begrünung nachweislich bringt - und wie belastbar die Zahlen sind
Vorweg: Die folgenden Studien untersuchen Pflanzen im Büro allgemein, nicht das AIRY-System. Sie sagen etwas über Begrünung aus, nichts über einen bestimmten Topf.
Der wirtschaftliche Grund für Pflanzen im Büro liegt nicht in der Luftchemie, sondern in der Wirkung auf die Menschen, die darin arbeiten. Dazu gibt es Feldforschung, und die ist deutlich belastbarer als der Luftreinigungs-Anspruch.
15 % höhere Produktivität. Nieuwenhuis und Kollegen (Cardiff University u. a.) haben 2014 im Journal of Experimental Psychology: Applied drei Feldexperimente in echten Großraumbüros in Großbritannien und den Niederlanden veröffentlicht - nicht im Labor, sondern über Monate am Arbeitsplatz. Begrünte Büros lagen rund 15 % über den "aufgeräumten" Vergleichsflächen. Die häufig getrennt genannten "15 % mehr Vitalität" stammen aus derselben Untersuchung, sind also kein zweiter, unabhängiger Beleg.
Weniger Beschwerden, abgeleitet bis zu 3,5 Kranktage. Die Arbeiten von Tove Fjeld (Norwegen, 1990er) zeigen weniger Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hals- und Augenreizungen in begrünten Büros. Grundlage sind Selbstauskünfte aus kleinen Stichproben; die daraus abgeleitete Zahl an Kranktagen ist eine Hochrechnung, keine Messung.
Unser Rat: Rechnen Sie mit der Richtung, nicht mit der Nachkommastelle - und rechnen Sie die Kosten daneben. Die stehen weiter unten.
Was für das System spricht
Gießintervall zwei bis drei Wochen
Das Reservoir fasst beim System M 1,6 Liter, beim L 3,2. Der Wasserstandsanzeiger zeigt von außen, wann nachgefüllt werden muss - keine Fingerprobe, keine Zuständigkeitsdebatte im Team.
Kein Umtopfen, keine Erde
Mineralisches Substrat rund um den Erdballen. Es zersetzt sich nicht und muss nicht getauscht werden - kein Umtopfen, keine Erde auf dem Möbel.
Ohne Strom und Geräusch
Der Luftzug entsteht passiv. Kein Netzteil, kein Lüftergeräusch im Besprechungsraum, keine Filter- oder Substratkosten über die Standzeit.
Design, das nicht nach Gerät aussieht
Das System sieht aus wie ein Übertopf, nicht wie Technik - in repräsentativen Bereichen entscheidend. Belegt durch German Design Award 2018 und Red Dot Award 2016, jeweils als Winner.
Recycelbar und frei von Weichmachern
Recycelbarer Kunststoff, nach Herstellerangabe frei von Weichmachern. Gefertigt im Spritzguss bei einem mittelständischen Betrieb in Nordrhein-Westfalen.
Pflanze frei wählbar
Bogenhanf, Goldfruchtpalme, Drachenbaum, Monstera, Grünlilie oder Anthurie. Wir stimmen die Auswahl auf Lichtverhältnisse und Raumklima ab.

Die drei Größen - und wofür sie taugen
Die drei Systeme im Überblick
Mieten statt kaufen
Miete ab 6,70 € im Monat
System S 6,70 €, M 8,10 €, L 10,80 € netto je System - Staffelpreis bei 24 Monaten Laufzeit und ab zehn Systemen. Kürzere Laufzeiten und kleinere Mengen fragen wir für Sie an. Mietvertrag und Pflege laufen über die AIRY Green Solutions GmbH; wir planen und vermitteln.
Fertig bepflanzt geliefert
Ab zehn Systemen liefert der Hersteller bepflanzt an und stellt auf - niemand spült im Büro Wurzeln ab oder füllt Substrat um.
Pflanzentausch inklusive
Geht eine Pflanze ein oder passt sie nicht zum Standort, tauscht der Hersteller sie im Mietmodell kostenfrei. Das nimmt die Sorge, sich bei der Pflanzenwahl zu vertun.
Pflege nur im Großraum Hamburg
Den vollen Pflegeservice bietet der Hersteller derzeit im Großraum Hamburg. Weiter draußen organisieren wir das Nachfüllen mit Ihnen - was für Ihren Standort gilt, sagen wir vor dem Angebot.
Vier Schritte. Danach füllt jemand alle zwei bis drei Wochen nach.
Von der Flächenbegehung bis zum laufenden Betrieb.
Standorte durchgehen
Licht, Raumgröße, Traglast - und wer nachfüllt. Daraus ergeben sich Größe und Pflanze.
Angebot
Stückzahl, Farben, Kauf oder Miete. Ab zehn Einheiten planen wir die Bestückung mit.
Geliefert und aufgestellt
Zum Termin, ab zehn Systemen fertig bepflanzt, Tanks erstbefüllt, kurze Einweisung fürs Team.
Läuft
In den ersten Wochen braucht das System laut Hersteller etwas mehr Wasser; danach zählt nur noch der Wasserstandsanzeiger.
Worauf Sie bei der Planung achten sollten


Wo es sich im Büro wirklich lohnt
Häufige Fragen zu AIRY
Reinigt AIRY wirklich die Luft im Büro?
Der biologische Abbau von Schadstoffen an Wurzeln und Substrat ist wissenschaftlich beschrieben - die Größenordnung ist aber gering. Warum das so ist und was daraus folgt, steht ausführlich im Abschnitt "Was das System leistet - und was nicht".
Kurz: Für ein sauberes Raumklima brauchen Sie Lüftung oder Filtertechnik. AIRY ist Begrünung mit sehr geringem Pflegeaufwand.
Wie oft muss wirklich gegossen werden?
Je nach Pflanze, Raumtemperatur und Jahreszeit etwa alle zwei bis drei Wochen. Der Wasserstandsanzeiger sagt es Ihnen, ohne dass jemand in die Erde fassen muss. Im Sommer und bei Pflanzen mit hohem Verbrauch - Goldfruchtpalme etwa - eher zwei Wochen, bei Bogenhanf im Winter auch länger.
Was passiert, wenn drei Wochen niemand da ist?
Das ist der Regelfall über Weihnachten oder Betriebsferien, und genau dafür ist das Reservoir gedacht. Kritisch wird es erst darüber hinaus. Für längere Schließzeiten füllen wir vorher auf und rücken die Systeme aus der direkten Sonne - das reicht in der Praxis für vier bis fünf Wochen.
Können wir das System vorher ansehen?
In unserer Ausstellung in Bad Oldesloe steht derzeit kein AIRY. Für Projekte bringen wir Ihnen ein System zur Bemusterung ins Büro - bepflanzt, damit Sie Größe und Wirkung am echten Standort beurteilen können. Für größere Vorhaben lässt sich ein Beratungs-Termin bei Ihnen vor Ort vereinbaren.
Kann ich eigene Pflanzen einsetzen?
Ja. Das System nimmt handelsübliche Topfgrößen auf, beim System M sind es 17 cm Durchmesser. Die Pflanze wird mit ihrem Erdballen aus dem Kulturtopf genommen, in den Innentopf gesetzt und ringsherum mit Substrat aufgefüllt. Bei vorhandenen Pflanzen aus dem Bestand machen wir das im Zuge der Lieferung mit.
Muss das Substrat gewechselt werden?
Nein. Mineralisches Substrat zersetzt sich nicht wie Blumenerde und muss weder ersetzt noch aufgefüllt werden. Das Substrat wird beim Pflanzenwechsel gespült und weiterverwendet, der Erdballen der neuen Pflanze kommt hinein - es gibt also keine Folgekosten wie bei einem Filtersystem.
Lohnt sich das gegenüber einem Pflanzendienstleister?
Das hängt an der Stückzahl - und beide Seiten muss man netto rechnen. Ein System S kostet im Kauf rund 50 € netto, dazu kommt die Pflanze. Die Miete beginnt bei 6,70 € netto im Monat, enthält aber Pflanze, Lieferung, Pflege und Pflanzentausch.
Rein auf das Gefäß gerechnet hat sich der Kauf nach gut sieben Monaten amortisiert - wer die Pflege selbst übernimmt, fährt damit günstiger. Wer keine Zuständigkeit im Haus organisieren will oder ganze Etagen bestückt, ist mit der Miete ruhiger unterwegs. Der Staffelpreis setzt allerdings zehn Systeme und 24 Monate voraus; für kleinere Mengen fragen wir die Konditionen für Sie an.
Bei größeren Volumen kommen wir für die Planung zu Ihnen vor Ort.