AIRY

AIRY

Pflanzen im Büro, die niemand jeden Tag gießen muss. Aus Hamburg.

Warum wir AIRY ins Programm genommen haben

Begrünung scheitert im Büro selten am Willen, sondern an der Pflege. Die Pflanze im Besprechungsraum steht drei Wochen ohne Wasser, weil die Kollegin im Urlaub war; die im Foyer ertrinkt, weil sich zwei Leute zuständig fühlten. Nach einem halben Jahr sind die Töpfe leer oder der Dienstleister kommt monatlich und stellt eine Rechnung.

AIRY setzt genau dort an: ein Wasserreservoir mit Standanzeige, ein Substrat statt Blumenerde, ein Innentopf, der die Wurzeln belüftet. In der Praxis heißt das Gießen etwa alle zwei bis drei Wochen und kein Umtopfen. Das ist der Grund, aus dem wir die Marke führen — nicht der Luftreinigungs-Anspruch, zu dem wir weiter unten deutlich werden.

Wie das System arbeitet

Der Innentopf steht nicht in Erde, sondern in einem mineralischen Substrat. Über Öffnungen im Boden und an der Seite entsteht ein leichter Luftzug durch den Topf — der Hersteller nennt es Kamineffekt. Die Luft streicht dabei am Substrat und an den Wurzeln entlang.
Das Ganze läuft ohne Strom, ohne Ventilator und damit ohne Geräusch. Es gibt keinen Filter, der gewechselt werden muss, und keinen Wartungsvertrag. Für einen Besprechungsraum oder ein Einzelbüro ist das der praktische Unterschied zu einem Gerät mit Lüfter.
Das Substrat ersetzt die Blumenerde vollständig. Kein Umtopfen, keine Trauermücken, keine Erde auf dem Sideboard — in Büros mit Reinigungsvertrag ein Argument, das schneller zieht als jedes Datenblatt.
AIRY Innentopf mit mineralischem Substrat und Wasserreservoir im Aufbau
AIRY Funktionsweise in drei Schritten: Schadstoffe filtern, Aufspaltung im Wurzelwerk, Verwertung durch die Pflanze
Der Weg der Raumluft durch das System — Darstellung des Herstellers.

Was das System leistet — und was nicht

AIRY wirbt mit Luftreinigung und verweist dabei auf eine NASA-Untersuchung aus den 1980er-Jahren. Diese Studie gibt es, und die beschriebene biologische Wirkung ist real: Mikroorganismen im Wurzelbereich bauen flüchtige organische Verbindungen tatsächlich ab.

Für die Praxis muss man den Maßstab dazusagen. Die damaligen Versuche liefen in geschlossenen Kammern von unter einem Kubikmeter. Eine Übersichtsarbeit von 2019, die zwölf Studien aus 30 Jahren zusammengefasst hat, kommt zu dem Ergebnis: Der Luftaustausch eines normal belüfteten Raums verdünnt diese Stoffe um Größenordnungen schneller, als Topfpflanzen sie aufnehmen. Auf ein Büro übertragen wären für einen messbaren Beitrag unrealistisch viele Pflanzen je Quadratmeter nötig.

Unsere Empfehlung ist deshalb klar: Wer eine belastete Raumluft technisch in den Griff bekommen muss — Formaldehyd nach einem Umbau, Lösemittel aus einer Produktion —, braucht Lüftung oder ein Filtergerät mit Gebläse, kein Pflanzsystem. Wer sein Büro begrünen will, ohne einen Pflegedienst zu beauftragen, ist bei AIRY richtig. Beides ist ein guter Grund zu kaufen. Nur eben nicht derselbe.

Wir sagen Ihnen das lieber vorher, als dass Sie es nach der Rechnung selbst herausfinden.

Was für das System spricht

Gießintervall zwei bis drei Wochen

Das Reservoir fasst beim System M 1,6 Liter. Die Standanzeige zeigt von außen, wann nachgefüllt werden muss — keine Fingerprobe, keine Zuständigkeitsdebatte im Team.

Kein Umtopfen, keine Erde

Mineralisches Substrat statt Blumenerde. Es zersetzt sich nicht, muss nicht getauscht werden und bringt keine Trauermücken ins Büro.

Ohne Strom und Geräusch

Der Luftzug entsteht passiv. Kein Netzteil, kein Lüftergeräusch im Besprechungsraum, keine Filterkosten über die Standzeit.

Ausgezeichnetes Design

German Design Award 2018 und Produktdesign-Auszeichnung 2016. Das System sieht aus wie ein Übertopf, nicht wie ein Gerät — in repräsentativen Bereichen entscheidend.

Recycelbar und frei von Weichmachern

Polypropylen, recycelbar, ohne Phthalate. Fertigung in Deutschland, Firmensitz in Hamburg — kurze Wege bei Nachbestellungen.

Pflanze frei wählbar

Bogenhanf, Goldfruchtpalme, Drachenbaum, Monstera, Grünlilie oder Anthurie. Wir stimmen die Auswahl auf Lichtverhältnisse und Raumklima ab.

AIRY System M im Schnitt mit Maßen, Wasserstandsanzeiger und 1,6 Liter Wassertank

Die drei Größen — und wofür sie taugen

System S (ca. 17 cm oben, 22 cm unten, 23 cm hoch): für Räume bis etwa 10 m². Der Klassiker fürs Einzelbüro, den Empfangstresen oder das Sideboard.
System M (ca. 22 cm oben, 28 cm unten, 27 cm hoch, 1,6 Liter Reservoir, rund 2 kg leer): für Räume bis etwa 20 m². Nimmt Pflanzen mit 17 cm Topfdurchmesser auf — die gängige Größe im Fachhandel.
System L (48,5 × 22 × 22 cm): der Kasten für bis zu drei Pflanzen nebeneinander, ausgelegt für Räume bis etwa 30 m². Auf einem Rollcontainer oder Raumteiler wird daraus eine niedrige Raumgliederung.
Preise des Herstellers: System S 59,90 €, System M 79,90 €, System L 99,90 € jeweils inklusive Substrat, ohne Pflanze. Farben von Anthrazit über Grau bis Antikweiß. Für Projekte ab zehn Einheiten fragen Sie uns nach Konditionen — dann planen wir die Bestückung gleich mit.

Die drei Systeme im Überblick

Worauf Sie bei der Planung achten sollten

Licht zuerst, Pflanze danach. Der schönste Topf rettet keinen Standort ohne Tageslicht. Bogenhanf und Zamioculcas kommen mit wenig aus, Monstera und Goldfruchtpalme brauchen einen hellen Platz ohne pralle Mittagssonne. Wir gehen die Standorte mit Ihnen durch, bevor bestellt wird.
Wer füllt nach? Auch drei Wochen sind ein Intervall, das jemand im Kalender haben muss. In der Praxis funktioniert es dort am besten, wo eine Person es übernimmt — Empfang oder Facility Management — und nicht „das Team".
Gewicht nicht unterschätzen. Ein gefülltes System M wiegt mit Substrat, Wasser und Pflanze deutlich mehr als die 2 kg Leergewicht. Auf Glasablagen und leichten Sideboards vorher die Traglast prüfen.
Nicht als Luftreiniger ausschreiben. Wenn in Ihrem Lastenheft eine Reinigungsleistung steht, gehört dort ein Gerät mit Filter und Gebläse hinein. AIRY ist Begrünung — und sollte auch so budgetiert werden.
AIRY System M in Anthrazit mit Bogenhanf
AIRY Pflanzsystem als Raumbegrünung in hellem Innenraum mit Sitzbereich

Wo es sich im Büro wirklich lohnt

Besprechungsräume sind der beste Ort. Sie werden selten genutzt, aber immer gesehen — genau dort verdursten normale Pflanzen zuerst. Ein System M auf dem Sideboard übersteht auch eine Woche ohne Termin.
Empfang und Flure: Hier zählt das Bild, das Besucher mitnehmen. Das System L als niedrige Gliederung auf einem Rollcontainer trennt Wartebereich und Durchgang, ohne eine Wand zu bauen.
Einzelbüros laufen am unkompliziertesten, weil die Zuständigkeit klar ist: Wer im Raum sitzt, füllt nach. Für Doppelbüros und Open Space empfehlen wir, das Nachfüllen an eine Person zu binden.
Weniger sinnvoll ist AIRY in fensterlosen Innenräumen und in Serverräumen. Ohne Tageslicht hilft der beste Topf nicht, und Technikräume haben andere Anforderungen, als eine Blattpflanze erfüllen kann.

Häufige Fragen zu AIRY

Reinigt AIRY wirklich die Luft im Büro?

Der biologische Abbau von Schadstoffen an Wurzeln und Substrat ist wissenschaftlich beschrieben. Die Größenordnung ist aber gering: Eine Übersichtsarbeit von 2019 hat zwölf Studien ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass der normale Luftaustausch eines Raums um ein Vielfaches mehr bewirkt als Topfpflanzen. Für ein sauberes Raumklima brauchen Sie Lüftung oder Filtertechnik. AIRY ist Begrünung mit sehr geringem Pflegeaufwand — das ist der Grund, aus dem wir es empfehlen.

Wie oft muss wirklich gegossen werden?

Je nach Pflanze, Raumtemperatur und Jahreszeit etwa alle zwei bis drei Wochen. Der Wasserstandsanzeiger sagt es Ihnen, ohne dass jemand in die Erde fassen muss. Im Sommer und bei Pflanzen mit hohem Verbrauch — Goldfruchtpalme etwa — eher zwei Wochen, bei Bogenhanf im Winter auch länger.

Was passiert, wenn drei Wochen niemand da ist?

Das ist der Regelfall über Weihnachten oder Betriebsferien, und genau dafür ist das Reservoir gedacht. Kritisch wird es erst darüber hinaus. Für längere Schließzeiten füllen wir vorher auf und rücken die Systeme aus der direkten Sonne — das reicht in der Praxis für vier bis fünf Wochen.

Können wir das System vorher ansehen?

In unserer Ausstellung in Bad Oldesloe steht derzeit kein AIRY. Für Projekte bringen wir Ihnen ein System zur Bemusterung ins Büro — bepflanzt, damit Sie Größe und Wirkung am echten Standort beurteilen können. Für größere Vorhaben lässt sich ein Beratungs-Termin bei Ihnen vor Ort vereinbaren.

Kann ich eigene Pflanzen einsetzen?

Ja. Das System nimmt handelsübliche Topfgrößen auf, beim System M sind es 17 cm Durchmesser. Die Pflanze wird aus der Erde genommen, das Wurzelwerk abgespült und in das Substrat gesetzt. Bei vorhandenen Pflanzen aus dem Bestand machen wir das im Zuge der Lieferung mit.

Muss das Substrat gewechselt werden?

Nein. Mineralisches Substrat zersetzt sich nicht wie Blumenerde und muss weder ersetzt noch aufgefüllt werden. Beim Pflanzenwechsel wird es abgespült und weiterverwendet — es gibt also keine Folgekosten wie bei einem Filtersystem.

Lohnt sich das gegenüber einem Pflanzendienstleister?

Das hängt an der Stückzahl — und es gibt einen dritten Weg: AIRY vermietet die Systeme auch fertig bepflanzt, mit Lieferung, Aufbau und laufender Pflege (Gießen, Düngen, Rückschnitt, Pflanzentausch), monatlich kündbar. Der Pflegeservice ist derzeit auf den Großraum Hamburg begrenzt; ob Ihr Standort dazugehört, klären wir vorab. Preise nennt der Hersteller nicht pauschal, die richten sich nach Umfang. Zum Vergleich: Ein Pflegevertrag beim Dienstleister rechnet monatlich je Pflanze ab, der Kauf ist eine einmalige Anschaffung ab 59,90 € plus Pflanze. Bei wenigen Einheiten und einer Person, die das Nachfüllen übernimmt, ist der Kauf nach kurzer Zeit günstiger. Bei mehreren Dutzend Pflanzen über mehrere Etagen lohnt eher Miete oder Dienstleister — dann sagen wir Ihnen das auch. Bei größeren Volumen kommen wir für die Planung zu Ihnen vor Ort.