Raumakustik-Rechner

Raumakustik-Rechner

Nachhallzeit berechnen und passende Akustiklösungen finden

Wie hallig ist Ihr Büro? Mit unserem Raumakustik-Rechner berechnen Sie die Nachhallzeit Ihres Raumes nach der Sabinsche Formel und erfahren sofort, ob Handlungsbedarf besteht. Der Rechner orientiert sich an DIN 18041 und der ASR A3.7 (Arbeitsstättenrichtlinie Lärm) und empfiehlt passende Akustiklösungen aus unserem Sortiment — mit Mengenangabe und Preisindikation.

Raumakustik-Rechner

Berechnen Sie die Nachhallzeit Ihres Büros nach DIN 18041 und finden Sie passende Akustiklösungen

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Ergebnis

Welchen Raum möchten Sie optimieren?

Raumdaten

Grundfläche48,0
Raumvolumen134,4
Wandfläche gesamt78,4

Soll-Nachhallzeit0,6 s

nach DIN 18041 für Gruppenbüro

HINTERGRUND

Was ist die Nachhallzeit und warum ist sie wichtig?

Die Nachhallzeit beschreibt, wie lange ein Geräusch im Raum hörbar nachklingt, nachdem die Schallquelle verstummt ist. Gemessen wird die Zeit, bis der Schallpegel um 60 dB abgefallen ist. In Büros mit harten Oberflächen — Beton, Glas, Kühldecken — kann die Nachhallzeit 1,5 bis 3 Sekunden betragen. Die Folge: schlechte Sprachverständlichkeit, erhöhter Lärmpegel und Stress für Ihre Mitarbeiter.
Die DIN 18041:2016-03 definiert volumenabhängige Soll-Nachhallzeiten für Räume mit Sprachkommunikation — typische Richtwerte: Einzelbüros unter 0,5 s, Großraumbüros unter 0,6 s, Konferenzräume unter 0,8 s. Die ASR A3.7 (Arbeitsstättenrichtlinie Lärm) regelt ergänzend die zulässigen Lärmpegel am Arbeitsplatz, die durch raumakustische Maßnahmen eingehalten werden können.
Raumakustik im Großraumbüro — Nachhallzeit als Schlüsselfaktor
Deckenabsorber reduzieren die Nachhallzeit effektiv

BERECHNUNGSMETHODE

Die Sabinsche Formel: So berechnet der Rechner die Nachhallzeit

Unser Rechner nutzt die bewährte Sabinsche Formel: T = 0,163 × V / A. Dabei ist V das Raumvolumen in Kubikmetern und A die äquivalente Absorptionsfläche — also die Summe aller Oberflächen multipliziert mit ihrem jeweiligen Absorptionskoeffizienten (α). Ein Teppichboden absorbiert beispielsweise 30 % des auftreffenden Schalls (α = 0,30), während Beton nur 2 % schluckt (α = 0,02).
Die Formel liefert eine praxisnahe Einschätzung für regelmäßige Raumgeometrien. Für L-förmige Räume, sehr hohe Hallen oder Räume mit starken Schallquellen empfehlen wir eine professionelle Messung vor Ort — die wir in der Region Hamburg natürlich gerne für Sie durchführen.

Typische Nachhallzeiten im Büro

Betonbüro ohne Maßnahmen: 1,5 – 3,0 s

Glatte Betondecke, Glaswände, harter Boden — der Schall reflektiert unkontrolliert. Gespräche werden unverständlich, der Lärmpegel steigt. Typisch für Neubauten vor der akustischen Planung.

Büro mit Teppich und Möbeln: 0,8 – 1,2 s

Teppichboden und Polstermöbel helfen, reichen aber oft nicht aus. Die Nachhallzeit liegt noch über der DIN-Empfehlung. Ergänzende Decken- oder Wandabsorber schließen die Lücke.

Akustisch optimiert: 0,4 – 0,6 s

Gezielte Maßnahmen — Deckensegel, Wandabsorber, Akustikbilder — bringen die Nachhallzeit in den DIN-Bereich. Das Ergebnis: klare Sprachverständlichkeit, weniger Stress, höhere Produktivität.

Häufige Fragen zum Raumakustik-Rechner

Wie genau ist die Berechnung?

Die Sabinsche Formel liefert eine zuverlässige Einschätzung für regelmäßige Raumgeometrien (rechteckige Grundrisse). Für L-förmige Räume, Hallen oder Räume mit starken Schallquellen empfehlen wir ergänzend eine professionelle Messung vor Ort.

Für welche Räume eignet sich der Rechner?

Der Rechner ist optimiert für Büroräume: Einzelbüros, Gruppenbüros, Großraumbüros, Besprechungsräume, Konferenzräume, Call Center und Kantinen. Die Soll-Nachhallzeiten basieren auf DIN 18041 und ASR A3.7.

Was bedeutet die Sabinsche Formel T = 0,163 × V / A?

T ist die Nachhallzeit in Sekunden, V das Raumvolumen in m³ und A die äquivalente Absorptionsfläche in m². Je größer der Raum und je weniger Absorptionsfläche vorhanden ist, desto länger die Nachhallzeit.

Was sind die DIN 18041 und ASR A3.7?

Die DIN 18041:2016-03 definiert Anforderungen an die Hörsamkeit in Räumen — also welche Nachhallzeit für gute Sprachverständlichkeit nötig ist. Die ASR A3.7 (Arbeitsstättenrichtlinie Lärm) regelt ergänzend die zulässigen Lärmpegel am Arbeitsplatz. Beide Normen zusammen bilden die Grundlage für eine professionelle Akustikplanung.

Wie viele Absorber brauche ich wirklich?

Der Rechner gibt eine Mengenempfehlung basierend auf der fehlenden Absorptionsfläche. In der Praxis hängt die exakte Menge von der Produktgröße, Platzierung und Raumgeometrie ab. Wir empfehlen einen Mix aus Deckenabsorbern und Wandelementen für das beste Ergebnis.

Ist eine Vor-Ort-Messung besser als der Rechner?

Ja — eine professionelle Messung erfasst die tatsächliche Nachhallzeit über alle Frequenzbänder und berücksichtigt Raumgeometrie, Möblierung und vorhandene Technik exakt. Der Rechner liefert eine gute Ersteinschätzung, die Messung die Planungsgrundlage. Wir bieten beides in der Region Hamburg an.

Reichen Akustikbilder allein aus?

Für kleinere Räume (bis ca. 30 m²) können Akustikbilder allein ausreichen. In größeren Büros empfehlen wir einen Mix: Deckensegel für die größte Fläche, ergänzt durch Wandabsorber oder Akustikbilder. So verteilen Sie die Absorption optimal im Raum.

Was kostet eine akustische Optimierung?

Die Kosten hängen von Raumgröße und gewählten Produkten ab. Richtwerte für praxistaugliche Paneel-Größen: Wandabsorber FEBRÜ Curved (1200 × 1200 mm) ab 411 €, Deckensegel PREFORM Decato (1200 × 1600 mm) ab 625 €, Akustikbilder FEBRÜ FashionPrint (1200 × 1200 mm) ab 558 €, Stellwände AOS Silence Line (1800 × 1200 mm) ab 407 € — jeweils netto. Für ein typisches Gruppenbüro (50 m²) rechnen Sie mit 1.500 – 3.500 € netto. Der Rechner gibt Ihnen eine individuelle Schätzung.