SchließfachschränkeFoto: Leevke Draack

Schließfachschränke

Locker fürs Desk-Sharing und Garderobenspinde für Umkleiden - mit Schlüssel, Code oder Mitarbeiterausweis

Beim Desk-Sharing braucht jeder Mitarbeitende einen abschließbaren Platz für Laptop, Tasche und Jacke - und genau den liefern Schließfachschränke, auch Lockerschrank oder Spind genannt. Ein Fach kostet bei uns ab ca. 110 € netto mit Zylinderschloss, zzgl. Lieferung und Montage; Code- und elektronische Schlösser kosten mehr. Die wichtigste Entscheidung fällt vorher: Bekommt jeder sein festes Fach, oder werden die Fächer jeden Tag neu vergeben? Davon hängen die Zahl der Fächer und das Schließsystem ab.

BEDARF

Wie viele Fächer brauchen Sie?

Feste Zuweisung: ein Fach je Mitarbeitendem. Grundlage ist die Kopfzahl - unabhängig davon, wie viele Schreibtische es gibt.
Tageweise Vergabe: Grundlage ist die Zahl der Menschen, die gleichzeitig im Büro sind. Das funktioniert nur mit einem Schloss, dessen Code oder Karte sich täglich neu vergeben lässt - also Zahlenschloss für wechselnde Nutzer oder ein elektronisches System.
Rechenbeispiel: 60 Mitarbeitende, an starken Tagen höchstens 40 gleichzeitig im Büro. Mit festen Fächern brauchen Sie 60 Fächer, bei tageweiser Vergabe 40 - plus einige Fächer für Gäste. Bei ab ca. 110 € netto je Fach sind das rund 6.600 € gegenüber rund 4.400 € (ohne Gästefächer, zzgl. Lieferung und Montage). Die 20 eingesparten Fächer, rund 2.200 €, müssen den Aufpreis für 40 Code- oder RFID-Schlösser tragen: Die tageweise Vergabe rechnet sich, solange dieser Aufpreis unter rund 55 € je Schloss liegt. Bei vernetzten Anlagen kommen laufende Softwarekosten dazu.
WERNER WORKS Lockers für Desk-Sharing im Büro
© werner works Vertriebs GmbH

Schlüssel, Code oder Ausweis: die Schließsysteme im Vergleich

SchlossVergabeWenn etwas verloren gehtStromPasst für
ZylinderschlossfestErsatzschlüssel oder Wechselzylinderkeinerfeste Fächer, kleines Budget
Zahlenschloss (mechanisch)fest oder wechselndÖffnung mit Generalschlüssel, sofern das Schloss die Funktion hatkeinerwechselnde Nutzer ohne Technik
Elektronisches PIN-Code-Schlossfest oder wechselndÖffnung per Master-CodeBatterie im Schlosstageweise Vergabe
RFID-Schloss (Karte oder Dienstausweis)fest oder wechselndKarte sperren, neue Karte anlernenBatterie im SchlossUnternehmen mit Ausweissystem
Vernetzte Anlage (App, Karte, PIN)fest, wechselnd, reservierbarFernentriegelung durch die VerwaltungNetzanschluss mitplanengroße Flächen, Belegungsstatistik

Zwei Hinweise vor der Entscheidung: Für feste Fächer reicht jedes Schloss. Wer Fächer täglich neu vergeben will, braucht ein Zahlenschloss für wechselnde Nutzer, ein PIN- oder RFID-Schloss oder eine vernetzte Anlage; wer vorhandene Ausweise nutzen will, braucht RFID oder eine vernetzte Anlage. Vernetzte Anlagen verursachen in der Regel laufende Softwarekosten. Und: Ein vernetztes System, das Öffnungen protokolliert, ist in der Regel eine technische Einrichtung im Sinne von § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Gibt es einen Betriebsrat, bestimmt er mit - binden Sie ihn früh ein.

C+P SMART Locker - Digitale Schließfachanlage
Foto: Leevke Draack

DIGITAL

Digitale Schließfachanlage: Fächer, die sich mit dem Mitarbeiterausweis öffnen

Bei C+P gibt es elektronische PIN-Code-Schlösser mit Master-Code-Funktion und RFID-Schlösser für vorhandene Karten - bis hin zu vernetzten Anlagen im SmartLocker-Segment. Mit BeSmart von BISLEY öffnen Mitarbeitende ihr Fach per App, RFID-Karte oder PIN; verwaltet wird zentral, mit Belegungsstatistik, Reservierung und Fernentriegelung.
Wir prüfen Ihr Karten-/ID-System (z. B. MIFARE, LEGIC) und klären die Integration mit dem Schlossanbieter.

Fachgröße, Tiefe und Sicherheit

Was hinein sollWorauf es ankommt
Laptop und TascheSchranktiefe 45 cm (innen ca. 37,5 cm) reicht; 4 bis 6 Fächer übereinander je Spalte
Rucksack oder Motorradhelmbreiteres Fach, z. B. 400 mm Abteilbreite bei C+P
Mantel auf dem BügelSchranktiefe 60 bis 64 cm (OKA: 64,2 cm, innen 58,3 cm) oder ein Garderobenteil im Schrank

Aufbruchschutz: Stahlspinde von C+P sind laut Hersteller nach DIN 4547-2 in Klasse B oder - bei den höherwertigen Serien - Klasse C aufbruchgeschützt konstruiert. Stahl oder Holz? Stahl für Umkleide, Werkstatt, Feuchte und hohe Belastung; Holzwerkstoff mit Dekorfronten für Büro und Empfang, passend zu den übrigen Schränken.

Laden, sitzen, kennzeichnen: Ausstattung rund ums Fach

  • Strom im Fach: Bei den Lockers von Werner Works kann optional eine Steckdose mit zwei USB-Ladern an der Fachrückseite eingebaut werden. Planen Sie den Netzanschluss früh ein: Ihn legt ein Elektriker, den Schrank bauen unsere Montagedienste auf.
  • Unterschiedliche Fächer: Werner Works baut Schließfachschränke mit unterschiedlich hohen Fächern. Locker Plus von MDD besteht aus Modulen in zwei Breiten mit Schränken in drei Höhen, Schubladen und einem gepolsterten Sitzmodul; auf die 800 mm breiten Module passt ein Pflanzkübel-Aufsatz.
  • Fingerabdruck statt Karte: Für WINEA MAXX Locker von WINI gibt es Zahlenschlösser, Fingerprint-Scanner und RFID-Systeme, für Locker Plus von MDD unter anderem ein biometrisches Schloss. Werner Works bietet Flachzylinder- und Zahlenkombinationsschlösser, elektronische Schlösser mit Tastenfeld sowie ein RFID-Schloss mit Lightpoint und Benutzerkarte.
  • Kennzeichnen: Werner Works liefert die Lockers mit farbigen Türen, Zahlenaufdrucken oder Wunschmotiven.
  • Nach Maß: WINEA MAXX Locker baut WINI als Schließfachschränke nach Maß und Bedarf.

GARDEROBE & LOCKER

Garderobenschrank mit Locker: abschließbarer Stauraum pro Person

Der Garderobenschrank mit Locker vereint drei Dinge in einem Möbel: persönliche Schließfächer, einen Bereich für Mäntel und offenen Stauraum für alles, was griffbereit bleiben soll.
Die Fächer gibt es mit Zylinder-, Zahlen- oder elektronischem Schloss - welches passt, zeigt die Tabelle oben. Größe, Fächeraufteilung und Front, ob Holzdekor, Farbe oder Metall, planen wir passend zu Ihrer Fläche und Ihrem Bestand.
Weißer Garderobenschrank mit abschließbaren Locker-Fächern, integrierter Kleiderstange und offenen Ablagen in einem flexiblen Büro
Foto: Björn Weinbrandt

RAUMTEILER

Locker als Raumteiler: Stauraum, der Zonen bildet

Eine Lockerwand aus Schließfächern, offenen Regalen und Garderobe kann eine Trennwand ersetzen: Sie trennt Arbeitsplätze vom Verkehrsweg oder Teamzonen voneinander und bringt den Stauraum dorthin, wo die Mitarbeitenden ankommen. In Wandnischen eingepasst, verschwindet sie ganz. Ein Beispiel ist die LockerWall von BISLEY; für repräsentative Bereiche gibt es dort die Deco-Linie, laut BISLEY mit eleganteren Fronten und leiseren Türen als die Primary-Serie, für robuste Zonen die Stahlspinde der Primary-Serie. Mehr zu Zonen ohne Wände unter Raumteiler.
Planen Sie vor den Fächern genug Platz zum Öffnen der Türen ein - bei beidseitig nutzbaren Anlagen auf beiden Seiten - und halten Sie Rettungswege frei.
Bei PrivateLock von FEBRÜ gibt es die Fronten auch aus Akustikmaterial - der Locker zoniert und dämpft zugleich. Geschlossen wird mit Schlüssel, Dreholive, Zahlenschloss oder elektrisch, auf Wunsch mit Elektrifizierung und Beschilderungssystem; die Breiten reichen von 400 bis 1000 mm.
BISLEY Deco Schliessfächer mit Smart-Lock-System in modernem Büro
© Bisley GmbH
C+P Garderobenschrank für Umkleideräume
Foto: Björn Weinbrandt

UMKLEIDE

Garderobenspinde für Umkleiden: was die Arbeitsstättenregel verlangt

Müssen Beschäftigte besondere Arbeitskleidung tragen und ist ihnen das Umziehen in einem anderen Raum nicht zuzumuten, braucht es einen Umkleideraum (ASR A4.1, Nr. 7.2). Dort steht jedem eine ausreichend große, belüftete und abschließbare Einrichtung mit Ablagefach zu; Schränke messen mindestens 0,30 × 0,50 × 1,80 m (B × T × H). Müssen Straßen- und Arbeitskleidung getrennt bleiben, sind zwei Schrankteile oder ein geteilter Schrank in doppelter Breite nötig (Nr. 7.4).
Im Raum rechnen Sie je Person, die sich gleichzeitig umzieht, 0,5 m² Bewegungsfläche plus Verkehrswege (Nr. 7.3) und eine Sitzgelegenheit für je vier gleichzeitig Nutzende (Nr. 7.4). Für Büro-Locker gilt das nicht: Ohne Umkleideraum verlangt die Arbeitsstättenverordnung nur eine Kleiderablage je Beschäftigtem.
C+P baut Umkleidespinde auf Sitzbank oder Gestell, mit Schrägdach gegen Ablagen und Staub. Die Spinde der Serien Cambio und Prefino lüften sich laut Hersteller serienmäßig selbst; für Industrie oder Lebensmittelverarbeitung lassen sie sich an die Lüftungsanlage anschließen - C+P empfiehlt dann einen 8- bis 10-fachen Luftwechsel pro Stunde.

Häufige Fragen zu Schließfachschränken

Wie viele Schließfächer brauche ich beim Desk-Sharing?

Bei fester Zuweisung eines je Mitarbeitendem. Werden die Fächer täglich neu vergeben, reicht die Zahl der Menschen, die gleichzeitig im Büro sind, plus Fächer für Gäste - das setzt ein Zahlenschloss für wechselnde Nutzer oder ein elektronisches Schloss voraus.

Was kostet ein Schließfach?

Ab ca. 110 € je Fach netto mit Zylinderschloss. Zahlen- und elektronische Schlösser sowie vernetzte Anlagen kosten mehr, vernetzte Anlagen haben meist zusätzlich laufende Softwarekosten. Lieferung und Montage berechnen wir gesondert.

Funktionieren die Schlösser mit unseren Mitarbeiterausweisen?

Das hängt von der Kartentechnik ab. Wir prüfen Ihr Karten-/ID-System (z. B. MIFARE, LEGIC) und klären die Integration mit dem Schlossanbieter.

Wie funktionieren Schließfächer ohne Schlüssel?

Mit Zahlen-, PIN-Code- oder RFID-Schloss: Der Nutzer stellt einen Code ein oder hält Karte oder Dienstausweis an das Schloss. Elektronische Offline-Schlösser laufen mit einer Batterie im Schloss. Vernetzte Anlagen öffnen zusätzlich per App und werden zentral verwaltet - mit Reservierung, Belegungsstatistik und Fernentriegelung.

Kann man im Schließfach Handy und Laptop laden?

Ja, wenn das Fach dafür ausgestattet ist: Bei den Lockers von Werner Works gibt es optional eine Steckdose mit zwei USB-Ladern an der Fachrückseite. Den Netzanschluss legt ein Elektriker; planen Sie ihn vor der Bestellung mit ein.

Muss der Arbeitgeber im Büro abschließbare Spinde stellen?

Nein. Ohne Umkleideraum verlangt die Arbeitsstättenverordnung nur eine Kleiderablage je Beschäftigtem. Abschließbare Schränke von mindestens 0,30 × 0,50 × 1,80 m sind erst Pflicht, wenn wegen besonderer Arbeitskleidung ein Umkleideraum nötig ist (ASR A4.1, Nr. 7.2 bis 7.4).

Muss der Betriebsrat bei elektronischen Schlössern zustimmen?

Gibt es einen Betriebsrat, bei vernetzten Systemen, die Öffnungen protokollieren, in der Regel ja: Sie gelten als technische Einrichtung im Sinne von § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Offline-Schlösser ohne Protokoll sind davon meist nicht betroffen. Klären Sie das früh - es ist kein Grund, auf die Technik zu verzichten, aber ein häufiger Grund für Verzögerungen.

Locker gehören zur Büroplanung fürs Desk-Sharing. Für Akten und Material finden Sie alles unter Büroschränke, für Jacken ohne Schloss unter Garderobenständer.